Geld-Vermögensaufbau-Sicherheit
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Was ist Geld...?

“Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh”! 

Henry Ford

Grundlagen

Was wissen wir eigentlich vom Geld? Die Geschichte des Geldes ist geprägt von Illusionen, Wunschvorstellungen und Mythen. Warum, weil Geld was Besonderes ist und man damit viele Wünsche erreichen kann. „Geld“ existiert seit ca. 5000 Jahren. Es entwickelte sich vom Naturalgeld über Münzen, Papiergeld und Buchgeld bis zu den heutigen Kryptowährungen

Die Mehrheit der Gesellschaft weiß jedoch nicht, wie unser Finanzsystem funktioniert! Was vielleicht wirklich gut so ist. In unserer Welt wird alles mit einem Wert bemessen, und diesen Wert reflektiert wiederum unser Geld. Eine Art Tauschfunktion des Geldes. Derzeit haben wir neben dem höchsten Geldvolumen (Kapital) in der Geschichte gleichzeitig die undurchsichtigen Finanzmärkte aller Zeiten. Auch war die Verteilung von Geld (Kapital) noch nie so massiv akkumuliert wie heutzutage.

Eliten & Geldsysteme

Eine geringe Gruppe von Eliten besitzt mehr als die Hälfte des theoretischen weltweiten Kapitalbestandes. Die Zinsmärkte bewegten sich auf Negativzinsen zu! Eine Folge des massiven Druckens von Papiergeld unserer Zentralbanken. Theoretisch bedeutet dieser Zustand – ich kann Schulden aufnehmen und bekomme zudem extra Geld. Die Formel lautet: Wirtschaftswachstum = Gewinn = Schulden! 

Ein Zustand der vielleicht das nahende Ende unseres aktuellen Finanzsystems beschreibt. Derzeit werden alle Grundprinzipien unseres etablierten Finanzsystems unterhöhlt. Endzeit für das bestehende Geldsystem und damit das Erwachen der digitalen Kryptowährungen? Worum geht bei Geldsystemen eigentlich? 

Es geht ausschließlich um Macht über die Gesellschaft! ….“Was sagen eigentlich die Finanzmärkte dazu?“….

F.H. Gunter Schmölders

(1903-91, Wirtschaftswissenschaftler) meinte: Geld ist….”ein dokumentiertes Wertversprechen allgemeiner Geltung.” 

Was beschreibt Geld?

Im Laufe der Geschichte hat sich die Funktion von Tauschgeschäften und Schuldverschreibungen in Form von „Geld“ (Finanzsystemen) erweitert. Somit konnten die persönliche Produktivität und hergestellte Waren in Ihrer Wertigkeit, über die tauschbaren Schuldverschreibungen, definiert werden. Der Staat, welcher sich über die Summe seiner Gemeinschaft/Einwohner beschreibt, hat heutzutage die Garantie für die Wertigkeit der gedruckten Schuldverschreibungen übernommen. 

Also andersrum ausgedrückt: …alle Einwohner eines Staates garantieren für die ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Ihrer Produktivität und ihrem Potenzial (Arbeitskraft, Vermögen).

Geld wird folgende Funktionen zugeordnet:

Geld als Zahlungsmittel

Aus der rechtsprechenden Sicht des Staates (Legislative), ist „das gedruckte Geld“ das definierte und zu verwende Zahlungsmittel! Der Staat in seiner „Hoheit“ legt über die Werthaltigkeit der Schuldverschreibungen die theoretische Kaufkraft seiner Bevölkerung fest. Hier kommen die bekannten Begriffe Inflation und Deflation ins Spiel, welche in den aktuellen Zeiten das Ansammeln von Schuldverschreibungen sinnlos macht. Dieses Kapital wird in seiner Wertigkeit abgegolten. Das Steuerungselement für die Wertigkeit des Geldes ist der  Zins = Geldmarktpolitik an den internationalen Märkten.

In den 30er Jahren herrschte in vielen Staaten noch der sogenannte Goldstandard. Also einfach gesagt, jeder hätte mit seinem Euro zur Zentralbank gehen können und dafür ein adäquates Stück Gold erhalten. Es wurde als physische Absicherung des Geldes hinterlegt. Dieser Goldstandard wurde aufgehoben und durch die Steuerungselemente der Zentralbanken ersetzt. Eine Steuerung über Marktverhältnisse wie Angebot und Nachfrage bzw. Verknappung und Übersättigung der Märkte! Hier bieten die gefürchteten Kryptowährungen auf Basis der Blockchain Technologie einen Umbruch im geldpolitischen Gedankenspiel!

Geldmenge in einem System?

Es ist gar nicht so einfach „das Geld“, dessen Wertigkeit und Menge, genau zu definieren. Letztendlich müsste die Geldmenge des in einem geschlossenen Kreislauf befindlichen „Staates“ (Notenbank) gleich dem theoretischen Schuldvermögen der Einwohner des Staates entsprechen. Wichtig ist dabei jedoch: Die Einwohner eines Staatsgebietes geben der Währung ihre Legitimation als anerkanntes Zahlungsmittel. Die wenigsten sind sich dessen bewusst.

Friedrich Bendixen 

(1865-1920, Ökonom/Bankier) meinte Geld ist eine “Anweisung auf das Sozialprodukt”, die einzelne Geldeinheit stellt einen “hypothetischen Inhaberanteil am staatlichen Sozialprodukt, einen ideellen Anspruch auf das Potential wirtschaftlicher Befriedigungsmöglichkeiten, dar.”

Geldmenge-Währungsraum-Slide
Geldmenge-M0-M3

Geldmenge im Euroraum

Geldmengen in einem Währungsraum werden nach dem Ansatz der Liquidität hin bewertet. Es gibt die definierte Menge M0 = Basisgeld oder auch Bargeld. Diese umfassen das „vorhandene“ ausgegebene Zentralbankgeld. In unserem Fall das der EZB (Europäischen Zentralbank). Theoretisch, das physische Geld in dem man schwimmen könnte. Im Weiteren werden die Sichteinlagen, also alle Girokonto und Gelder, auf die sofort zugegriffen werden kann, definiert. 

Die M1 bis M2 Mengen umfassen somit auch deine Spareinlagen, wobei diese hinsichtlich Ihrer Kündigungsfristen (Liquidierbarkeit) bewertet werden. Ein kurzfristiger Sparbrief oder dein Tagesgeldkonto fällt eher unter diese Menge (M1) als der zehnjährige Sparbrief (M2). Erweitert man die Menge auf Geldmarktpapiere mit einer langfristigen Laufzeit, so summiert sich die Gesamtmenge in der Geldmenge M3

Auf jeder Ebene, außer der M0-Menge, kann somit eine „Schuldversprechung“ eingegangen werden, welche mit einer Sicherung in der nächsthöheren Ebene hinterlegt ist. Sozusagen das Versprechen das geborgte Geld (Kredite) zu einem späteren Zeitpunkt mit Einlagen zu begleichen.

Geldmenge und Gesellschaft

Warum ist das Verständnis für diese Mengendefinition wichtig? Im Endeffekt bewertet diese Menge, die von jedem Einwohner eines Staates zu tragende Schuldverpflichtung. Seine Schuld gegenüber dem Staat in dem er lebt (Währungsraum). Wie darf sowas eigentlich eine Institution entscheiden, fragst du dich? Wir haben den Notenbanken die Berechtigung dafür erteilt.
Daher auch der provokative Ansatz der neuen kapitalistischen Sklaverei des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. Man könnte fast annehmen das Schuldversprechen und der damit verbundene Zeitraum und dessen Abrufbarkeit den größten Einfluss auf die Definition unseres heutigen Geldes haben? Also alles nur ein Spiel der Risikobewertung und Ausfallwahrscheinlichkeiten? 

Ihr sagt euch sicher, wäre doch cool ein wenig M0-Geldmenge (Zentralbankeinlagen) zu besitzen! Da muss ich euch leider enttäuschen, als „Otto-Normal-Verbraucher“ wird man nie in Kontakt mit Zentralbankgeld (Reserven, Außengeld) kommen. Dieses ist für akkreditierte Finanzunternehmen (Banken) vorgesehen, welche uns wiederum die „Kreditwürdigkeit“ Ihrerseits einräumen….

Also was ist Geld wert?

Außer dem Materialwert unserer Münzen, ist es wirklich nur bedrucktes Papier. Es räumt einem das Recht ein, dafür ein Guthaben (Deposit) bei einer Bank zu eröffnen. Auch werden damit Waren und Güter bezahlt. (Solange wir an die Wertigkeit glauben!) 
Gleichzeitig ist der Wert des Geldes, der Preis des Zinssatzes, zu dem eine Einlage vergütet wird. Auch ein Wechselkurs kann als Preis des Geldes (einer Währung) betrachtet werden. 

Gesteuert wird dieses Verhältnis durch die erwähnten finanzpolitischen Maßnahmen der Zentralbank. Ich denke wir sollten anfangen Aktivitäten, Produkte und Produktion, hinsichtlich Ihres direkten Mehrwertes für die Gemeinschaft und gegenüber dem Gleichgewicht mit der Natur zu bewerten. Somit könnte der wirkliche Mehrwert einer Währung neu definiert werden.

Aktuelle Entwicklung...

Der Geldmarkt und das etablierte Finanzsystem werden durch Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie, von staatlich-territorialen Ansprüchen, Zentralbanken und Banken, entkoppelt. Mit der Öffnung hin zu einem dezentralen Finanzsystem wurde möglicherweise die Grundlage für eine neue Ära der Finanz- und Geldgeschichte eingeläutet. Wurde damit die Büchse der Pandora geöffnet, oder ist es das “Erwachen der Gesellschaft aus der kapitalistischen Sklaverei“ ?

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